Ich muss immer erstmal nachdenken. Bis ich fertig bin, ist das Meiste gesagt, oft auch schon von jedem. Die Hunde haben gebellt, die Karawane zog weiter. Schulterzuckend und mit einem sarkastischen Lippenstrich zuckele ich hinterher.
Und die größte dieser Kosten [des Rechtsstaates] ist vielleicht diese Unmöglichkeit, diese Property-Owning-Democracy überhaupt für ein politisches Projekt der ökonomischen Transformation zu gewinnen. Das heißt, den Satz der Verfassung, wonach Eigentum verpflichtet, auf andere Weise zu aktualisieren als durch Besteuerung. Exemplarisch steht dafür das Scheitern des Heizungsgesetzes und auch das sich nach den Wahlen abzeichnende Scheitern einer anspruchsvolleren Version des European Green Deal. Tragisch ist das Scheitern, weil die Politik hier vor der unsichtbaren, vor der trennenden Grenze steht, die seit Savigny zwischen politischer Verständigung und Eigentum verläuft.
Das heißt aber auch, solange die Kapitalismuskritik nicht beim öffentlichen Recht angekommen ist, bewegt sie sich noch nicht einmal in der Nähe ihres Gegenstandes.
Länder im Angebot
Ich muss immer erstmal nachdenken. Bis ich fertig bin, ist das Meiste gesagt, oft auch schon von jedem. Die Hunde haben gebellt, die Karawane zog weiter. Schulterzuckend und mit einem sarkastischen Lippenstrich zuckele ich hinterher.
Der Kanzler wartet bis 18:06 und übernimmt, da steht er, und er kann nicht anders, die Verantwortung.
Wie tut er das? Er macht so weiter, wie bisher.
Verantwortung, Loyalität, Verrat, Tod
„Shogun“, ein Breitwand-Roman von James Clavell, war bereits 1980 in Serie im TV. Ich erinnere Bilder: der vergammelte Fasan, die vierkantigen Minikopfkissen (wie wohl man die sich „teilen” könnte?), Richard Chamberlain im Kimono und das maskenhafte Gesicht Yoko Shimadas; dazu die (unverstandenen) bellend, kehlige Sprache, die den Japanern zur Verständigung dient (dito nur schwer vorstellbar) … Erinnerungsinseln, halb verschüttet. Aufgetaucht, als ich kürzlich über das Hörbuch stolperte, gut gelesen von Julian Mehne, der offenbar auch japanisch spricht.
Was Werte Wollen
Disclosure: Ich kenne Japan … kaum, die Geschichte schon gar nicht. Was Clavell erzählt, hat er vermutlich recherchiert, aber auch literarisch aufgehübscht, stilisiert und zugespitzt – anders wäre kaum der Weltbestseller dabei heraus gekommen, der über 20 Millionen Mal verkauft wurde und nun schon zweimal in Serien verfilmt wurde. Ich habe, gleichsam als Gegengift, „Bushido – The Cruel Code Of The Samurai” aus 1963 gesehen, ein preisgekrönter Schwarzweiss-Film von Tadashi Imai, der von dem Hochglanz-Heldentum und Ehrengeschwurbel Clavells nichts übrig lässt. Mir kam es darauf an, dass Clavell einen Denkanstoss gab und Sequenzen seiner Erzählung Anlass waren, unser heutiges westliches Werteverständnis zu reflektieren.
Odysseus ist in aller Munde.
Insbesondere die internationale Presse überschlägt sich mit Erklärungen, Deutungen und Bewertungen, bis hin zur ausgiebigen Beschreibung der Technik des Bogenspannens. Der Aufruhr, den der Film – das Attribut: „marketingseitig“ steht hier vorsorglich – erzeugt hat, ist ausserordentlich.
Guten Tag, Wir kennen uns nicht – … meine Frage wird Ihnen etwas seltsam vorkommen: Sind Sie mit Gabi *** verheiratet?
Als noch nicht jeder Pups im Internet landete, hiess es beim Radio: Das versendet sich. Und heute: Das Internet vergisst nix, eigentlich. Andererseits werden die Speicher täglich neu geflutet, und der Aufreger von gestern ist kaum wiederzufinden. Dieses Tempo ist dem Nachdenken abträglich! ...
Hat noch irgendwer das Ding mit Manfred Weber und der AfD auf dem Schirm?
Bei Wolf Biermann heisst es (50 Jahre her), man solle immer einen Schritt zu weit gehen; (doch) auch das Zuweitgehen habe sein Mass. Für das zu weit Zuweitgehen gibt es unendlich viele Beispiele; ein für seine Übertreibungen beinahe geadeltes Austragungsfeld ist die akademische Sprache. Sie bemüht Christoph Möllers, um über die Kunst und die Freiheit nachzudenken.
Tabus sind laut oder leise, manche erscheinen sinnvoll, daneben gibt es schädliche. Sie grenzen aus, unterdrücken, lassen nicht stattfinden, was aber doch, abseits, subkutan, im Dunklen oder im Hintergrund, irgendwie wirksam ist. Zuweilen haben sie eine gesellschafts-hygienische Funktion und helfen bei der Vermeidung von Diskussionen, deren „offene“ Enden Schäden anrichten (würden): sie halten, sozusagen, Pandoras Büchsen geschlossen.
Solange „die Krise” noch droht und nicht eingetreten ist, ist Zeit für Vorbereitungen, für das Nachdenken. Die Ordnung muss wachsen, darum geht es hier, lange bevor sie benötigt wird!
Du sollst nicht bei Dir selbst anfangen!
Was ist eine Krise und wieviele?
Wie geht das: Handeln?
Über den Versuch, Freiheit zeitlich zu denken
('cause: it won't work out here!)
Kommt noch soweit, dass wir über Inhalte reden!!
Der Text war bereits in der ersten Version ("Tractatus Mundo Digitali") ein abenteuerliches Unterfangen; eigentlich müsste man sagen: in der zweiten Version, wenn man den Versuch von 1921, das berühmte "Tractatus logico-philosophicus", mitzählt. Naja, wer will sich denn heute noch mit dem ollen Plunder beschäftigen. Und so beglückt Wittgenstein uns von Zeit zu Zeit mit einem neuen Versuch, das notwendige Denken auf den aktuellen Stand zu bringen.
Dieser neue Versuch, das hier angekündigte "Tractatus II", ist in Arbeit; noch ziert sich der Autor, aber bald ...
Die (alte) WebSite zum "Tractatus Mundo Digitali"
Der Teil 1 – der es sich zum Ziel gesetzt hat, die grossen Risiken unserer Zeit zu diagnostizieren, erschien zum denkbar günstigsten Zeitpunkt: am 28-02-2020. Vom Risiko einer Pandemie war nicht die Rede. Tja. Ehrlich gesagt: die Wenigsten hatten das auf dem Radar. Und an den Risiken: Finanzindustrie, Digitalisierung, Klimawandel und Migration – hat sich ja nicht viel geändert.
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Kapitel 1 Ökonomie
Kapitel 2 Digitalisierung
Kapitel 3 Ökologie
Kapitel 4 Migration
Kapitel 5 Nuklear, Corona et all.