Verantwortung

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„Shogun“, ein Breitwand-Roman von James Clavell, war bereits 1980 in Serie im TV. Ich erinnere Bilder: der vergammelte Fasan, die vierkantigen Minikopfkissen (wie wohl man die sich „teilen” könnte?), Richard Chamberlain im Kimono und das maskenhafte Gesicht Yoko Shimadas; dazu die (unverstandenen) bellend, kehlige Sprache, die den Japanern zur Verständigung dient (dito nur schwer vorstellbar) … Erinnerungsinseln, halb verschüttet. Aufgetaucht, als ich kürzlich über das Hörbuch stolperte, gut gelesen von Julian Mehne, der offenbar auch japanisch spricht.

Es ist das unterste Mindeste, dass wir jenen Gegenüber Verständnis haben, die in existentieller Not mit harschen Worten andere beharken, von denen sie sich „eigentlich“ Hilfe erwarten. Wenn die Hilfe ausbleibt, oder nicht in der Form geleistet wird, wie sie erwartet wird und womöglich nur so tatsächlich auch helfen würde, sozusagen als Placebo-Hilfe auftritt, wird aus Enttäuschung auch Wut. Deswegen müssen es „Hilfs-Versager“ ertragen, dass sie beschimpft werden, auch wenn sie … unterhalb der geforderten Schwelle … helfen, und im Übrigen „ihre guten Gründe“ haben.