Buchrezension

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Erst „gestern“ habe ich Yanis Varoufakis aus den Händen gelegt und darüber geschrieben, heute lese ich „Tyll“ von Daniel Kehlmann. Griechenlands (Ex-)Finanzminister heute und Eulenspiegel im 30-jährigen Krieg, die haben nun wirklich nix miteinander zu tun. Und doch gibt es da eine Koinzidenz, bei der ich lachen musste; es war dieses Lachen aus Staunen oder Ungläubigkeit oder „nee, ne?“

So ungefähr muss es gewesen sein, und wenn man es einmal zusammenzählt, so hat Yanis Varoufakis (YV) im ersten Halbjahr 2015 vermutlich an die 17einhalb Stunden geschlafen, also insgesamt. Mehr Zeit war nicht, das jedenfalls glauben wir sofort, wenn wir die 600+ Seiten „Adults in the Room“ („Die ganze Geschichte“, bei Kunstmann) zur Seite legen. Whow! Was für ein Buch!

Es gibt viele Ereignisse, Neuerscheinungen, product launches oder Sachverhalte, die mit grossem Ankündigungstamtam aufpoppen. Oft ist das gut, ich kann „uninteressante“, „falsche“ oder „blöde“ Sachen auslassen, diesen Film oder jenes Buch.

Luchterhand veröffentlichte „Leere Herzen“ von Juli Zeh am 13. November.

„Es ist zu früh, um zu sagen, welche dieser beiden Seiten die Geschichte auf ihrer Seite haben wird. Untergangspropheten sind eine ermüdende Begleiterscheinung kultureller Spannungen. Dumme Optimisten allerdings sind noch anstrengender.“

Es ist eine Weile her, dass ich "BlackOut" von #MarcElsberg gelesen habe; nach der Lektüre von "Helix" habe ich Zweifel, ob das in meinem Hinterkopf gespeicherte Urteil möglicherweise einer von Betroffenheit getrübten Fehlsichtigkeit geschuldet war.

Michael Seemann ist ein kluger Kopf. Sein Buch „Das Neue Spiel - Strategien für die Welt nach dem digitalen Kontrollverlust“ behandelt, wie ich meine zutreffend, die Fragen, die sich während und nach